Magnesium – Wann ist eine Einnahme sinnvoll?

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Magnesium

Magnesium gehört zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln

Kaum ein Mineralstoff wird so häufig gekauft wie Magnesium.

Viele Menschen greifen zu Magnesiumpräparaten bei:

  • Muskelkrämpfen
  • Wadenkrämpfen
  • Sport
  • Stress
  • Müdigkeit
  • erhöhter körperlicher Belastung

Doch nicht jede Beschwerde ist automatisch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen.

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Aufgaben dieses wichtigen Mineralstoffs.

Welche Aufgaben hat Magnesium?

Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Es spielt unter anderem eine Rolle bei:

  • der Muskelfunktion
  • der Funktion von Nerven
  • dem Energiestoffwechsel
  • der Eiweißbildung
  • der normalen Funktion des Herzmuskels

Der Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen und ist deshalb auf die Aufnahme über die Nahrung angewiesen.

Magnesium steckt in vielen Lebensmitteln

Eine ausgewogene Ernährung liefert bereits Magnesium.

Besonders magnesiumreich sind:

  • Nüsse
  • Samen
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Haferflocken
  • grünes Gemüse
  • Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt

Viele Menschen nehmen daher bereits über die tägliche Ernährung relevante Mengen auf.

Nicht jeder Muskelkrampf bedeutet Magnesiummangel

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet:

"Wer Muskelkrämpfe hat, braucht Magnesium."

So einfach ist es leider nicht.

Muskelkrämpfe können viele Ursachen haben:

  • körperliche Überlastung
  • Flüssigkeitsmangel
  • ungewohnte Belastung
  • Durchblutungsstörungen
  • Nervenerkrankungen
  • bestimmte Medikamente
  • Magnesiummangel

Ein Muskelkrampf allein beweist deshalb keinen Magnesiummangel.

Wann kann Magnesium sinnvoll sein?

Es gibt Situationen, in denen eine zusätzliche Magnesiumzufuhr sinnvoll sein kann.

Dazu gehören beispielsweise:

  • nachgewiesene Mangelzustände
  • erhöhte körperliche Belastung
  • starkes Schwitzen
  • bestimmte Erkrankungen
  • bestimmte Medikamente

Ob tatsächlich ein erhöhter Bedarf vorliegt, sollte immer individuell beurteilt werden.

Magnesium beim Sport

Sportler verlieren durch Schwitzen Flüssigkeit und Mineralstoffe.

Deshalb greifen viele Menschen regelmäßig zu Magnesiumpräparaten.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bleibt jedoch mindestens genauso wichtig wie die Mineralstoffversorgung.

Wer sich ausgewogen ernährt, benötigt nicht automatisch zusätzliche Magnesiumpräparate.

Magnesium und Stress

Oft wird Magnesium auch als „Stressmineral“ bezeichnet.

Tatsächlich kann Stress verschiedene Stoffwechselvorgänge beeinflussen.

Die Vorstellung, dass jede Stresssituation automatisch einen Magnesiummangel verursacht, ist jedoch zu einfach.

Magnesium kann eine ausgewogene Lebensweise nicht ersetzen.

Welche Magnesiumformen gibt es?

Wer sich mit Magnesium beschäftigt, stößt schnell auf unterschiedliche Verbindungen.

Beispiele sind:

  • Magnesiumcitrat
  • Magnesiumoxid
  • Magnesiumbisglycinat
  • Magnesiumcarbonat

Für Verbraucher entsteht dadurch oft der Eindruck, eine bestimmte Form sei grundsätzlich die beste.

Tatsächlich hängt die Auswahl von verschiedenen Faktoren ab.

Entscheidend ist häufig weniger die Werbung als die individuelle Verträglichkeit.

Mehr Magnesium ist nicht automatisch besser

Viele Menschen gehen davon aus:

"Viel hilft viel."

Das gilt auch bei Magnesium nicht.

Zu hohe Mengen können Beschwerden verursachen.

Typische Nebenwirkungen sind:

  • weicher Stuhl
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Beschwerden

Deshalb sollte die Dosierung immer sinnvoll gewählt werden.

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel

Wie bereits bei Vitamin D gilt auch bei Magnesium:

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Arzneimittel.

Sie unterliegen deshalb nicht denselben strengen Qualitätsanforderungen wie Medikamente.

Es gibt Hersteller, die freiwillig sehr hohe Qualitätsstandards einhalten.

Andere orientieren sich lediglich an den gesetzlichen Mindestanforderungen.

Für Verbraucher ist dieser Unterschied oft kaum erkennbar.

Deshalb lohnt sich eine fachkundige Beratung bei der Produktauswahl.

Wann sollte man Beschwerden abklären lassen?

Wer dauerhaft unter Beschwerden leidet, sollte nicht ausschließlich auf Nahrungsergänzungsmittel setzen.

Insbesondere bei:

  • wiederkehrenden Muskelkrämpfen
  • ausgeprägter Müdigkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • anhaltenden Beschwerden

ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Denn nicht jede Beschwerde hat ihre Ursache in einem Magnesiummangel.

Warum die persönliche Beratung wichtig ist

Die wichtigste Frage lautet nicht:

"Welches Magnesium ist das beste?"

Sondern:

"Brauche ich überhaupt zusätzliches Magnesium?"

Und falls ja:

"Welches Produkt und welche Dosierung passen zu meiner Situation?"

Genau dabei kann eine individuelle Beratung helfen.

Unser Tipp aus der Apotheke

In der St. Leonhard Apotheke Kirchheim und der Hubertus Apotheke Thannhausen beraten wir regelmäßig zu Magnesiumpräparaten.

Dabei stellen wir häufig fest, dass viele Menschen Magnesium auf Verdacht einnehmen, ohne zu wissen, ob tatsächlich ein erhöhter Bedarf besteht.

Eine individuelle Beratung hilft dabei, unnötige Einnahmen zu vermeiden und passende Produkte auszuwählen.

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Wenn Sie sich für Magnesiumpräparate interessieren oder Fragen zur passenden Dosierung haben, beraten wir Sie gerne persönlich.

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Fazit

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff und erfüllt zahlreiche Aufgaben im menschlichen Körper.

Eine zusätzliche Einnahme kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, ist jedoch nicht automatisch für jeden notwendig.

Nicht jeder Muskelkrampf bedeutet Magnesiummangel und nicht jede Beschwerde lässt sich durch Magnesium lösen.

Entscheidend sind die individuelle Situation, eine ausgewogene Ernährung und eine fundierte Beratung.

Wer unsicher ist, sollte sich an Arzt oder Apotheke wenden, statt sich ausschließlich auf Werbung oder allgemeine Empfehlungen aus dem Internet zu verlassen.

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